Le trou

UNDER (DE)CONSTRUCTION
Kreativlabor an der Dachauer Strasse

Munich. Germany

12 September – 18 October 2014

Can a space be deconstructed through a video installation? The answer is provided by the Chapuisat Brother’s new work Le Trou.
When we enter the room, our attention is immediately drawn to a projection on the wall. Two men are excitedly digging a tunnel using rudimentary tools. This powerful image of a physical, almost desperate, effort, together with the thunderous noise produced by digging the rock, invades the space and makes us forget, if only for a moment, that this is fiction.
The sequence belongs to the film Le Trou (1960) by the French filmmaker Jacques Becker, a film based on the José Giovanni novel of the same name. Four inmates of the La Santé prison in Paris plan a classic prison breakout by digging a hole in their cell to attain their long-awaited freedom. It’s a metaphor that shows deconstruction in its most brutal form and opens new perspectives toward imaginary spaces beyond the architectural boundaries of the room.

// German text :

Lässt sich ein Raum durch eine audiovisuelle Installation dekonstruieren? Die Antwort darauf gibt die Arbeit Le Trou der Brüder Chapuisat.
Beim Betreten des Raumes wird unsere Aufmerksamkeit direkt auf eine Videoprojektion auf einer der Wände gelenkt. Auf ihr erscheinen zwei Männer, die mit schwung, jedoch rudimentärem Werkzeug, einen Tunnel graben. Das Bild ihrer physischen Anstrengung, die sie der Verzweiflung nahe bringt, und das dröhnende Geräusch jedes schlages durchfluten den Raum und lassen uns für einen Moment vergessen, dass es sich nur um eine Projektion handelt.
Diese sequenz gehört zu dem Film Le Trou (1960) des französischen Regisseurs Jacques Becker und basiert auf dem gleichnamigen Roman von José Giovanni. Darin beschließe vier Gefängnisinsassen des santé (Paris) einen Tunnel, der ihnen die ersehnte Freiheit bringen kann, zu graben und durch ihn zu fliehen. In der Arbeit der Brüder Chapuisat wird der Tunnel selbst zur Metapher von Dekonstruktion in ihrer brutalsten Form: sie fordert uns auf, unsere Perspektive zu öffnen, auch imaginäre Räumen zu betreten und so über architektonische Beschränkungen hinauszugehen.

Curator : Laura Sánchez Serrano

link : Underdeconstruction

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